Unabhängigkeit

Einsicht

Eigenständigkeit

Mit jedem einzelnen Werk kann sich ein Mensch ausstatten. Was einer zu verrichten weiß, dazu muss er niemanden befragen.

Ölmalerei, farblich verfremdetes CGP

Impuls

Alles hat seine Zeit, aber alles braucht auch seine Zeit.

Dokumentation

Konstruktion einer konzentrischen Form

Eine Bewegung des menschlichen Leibes hat ihre Phasen. Für jeden Punkt seiner Struktur soll es gelten dürfen, dass nach drei Phasen einer Bewegung auch drei Positionen vorkommen, welche zusammengenommen eine Eigenschaft haben. Das soll eine Fläche sein. Sie erscheint allein nur virtuell und hat keine besondere Ausprägung zu eigen außer jener, dass sie einer Ebene entspricht. Derweil gibt es für diese Fläche Merkmale zu beachten, aufgrund derer sie klassifiziert werden kann.

  • Eine eindeutige Ebene soll gegeben sein, wenn die drei Phasen der Bewegung den entsprechenden Punkt des Leibes auch an drei voneinander unterscheidbare Orte im Raum geführt haben.

  • Eine uneindeutige Ebene soll sich ergeben, wenn die drei Phasen der Bewegung den entsprechenden Punkt des Leibes lediglich an zwei voneinander unterscheidbare Orte im Raum geführt haben.

  • Eine beliebige Ebene soll sich ergeben, wenn die drei Phasen der Bewegung den entsprechenden Punkt nicht bewegt haben. Somit ist der Punkt zu allen drei Zeitpunkten nicht gewandert.

Derweil nehmen wir es an, dass sich schneidende Ebenen in ihrer Schnittlinie einen Strahl ergeben. Allein nur eindeutige Ebenen ergeben auch einen eindeutigen Strahl.

Wir haben nun die Option, ein Lot zur Ebene zu fällen (a), aber auch zwei Ebenen zu geben, sodass sich ein solcher Strahl ergibt (b). An diesen Geraden setzen wir an und gestatten es uns, sie in einfacher Weise aufzuteilen.

Nun greifen wir mit einem ‚Zirkel‘ einen Abstand, der vom Betrag seiner Länge größer ist, ab, der sich also vom ersten deutlich abhebt. Wir setzen mit diesem an den Endpunkten des Lots (a) und des Strahls (b) an und nehmen es zur Einrichtung einer Beweglichkeit davon an, dass die Verbindung wie ein Gelenk ist. Daraufhin führen wir dort Bewegungen mit ihm aus und bilden sie ‚zeichnerisch‘ ab.

Da erhalten wir für (a) einen entsprechenden Kreis. Bei (b) hat die Fläche, auf der sich der Kreis abbilden wird, ebenfalls nicht gefehlt. Sie geht durch seine Mitte. Folglich erhalten wir dort die Hülle einer Kugel als Abbild der Form, welche durch die beiden Ebenen an zwei Stellen halbiert ist.

Diese Mischung aus Physik und Geometrie gelte es nun ineinander einzusetzen und das Entsprechende zu verstehen. Es soll sich so zeigen können, zu was das geführt hat.

Dokumentation

Eine Kraft für Alles

Bei der sprachlichen Ausführung von solchen Begebenheiten, wie wir sie uns vorstellen möchten, kann man das Gegebene nach und nach erfassen und so seine Kenntnisse über einen Vorgang erweitern, bis diese vollständig sind. Dazu legen wir eine zentrale Bedingung fest. Die zu beschreibende Begebenheit muss aufzufassen sein. Sie muss also von einer endlichen Natur sein sowie die Eigenschaft zu eigen haben, dass sie darstellbar ist. Wir gehen grundsätzlich von der einfachen Annahme aus, dass es für das Beliebige einer Form bedarf, um dessen Fälle unterscheiden zu können. Hiermit soll nun nicht allein nur deren Ausprägung vorgezeichnet werden, sondern auch etwas zu einer Bedeutung davon gesagt sein.

Allgemein gesprochen lassen sich folgende Fallunterscheidungen einführen.

  • Alles ist frei. Es würde folglich nichts gegeben sein. Nun kann man sich es aussuchen, was man, aber auch ob man etwas gestalten möchte. Dieser Zustand kann kontinuierlich sein. Er kann also fortdauern. (Nichtstun, Ausgangslage)

  • Man hat sich darauf festgelegt, dass man etwas gestalten möchte. Man würde es jedoch noch nicht wissen, was man gestalten möchte. (0. Grad, Offenheit fürs Handeln, Bereitschaft)

  • Man legt sich auf eine Sache fest, die man gestalten möchte. Man führt eine Gestaltung nach eigenem Vermögen und Kenntnisstand durch, wie er derzeit bei sich vorhanden ist. (1. Grad, Improvisation)

  • Aufgrund der Güte eines improvisierten Ergebnisses stellt man es fest, wie gut eine Umsetzung davon gelungen ist, was man zuvor für sich als Zielwert festgelegt hat. (2. Grad, Bewertung)

  • Eine Vervollständigung der eigenen Kenntnisse durch die Auflösung der beliebigen Anteile am Werk soll primär durch eine Ablösung dieser ungewissen Anteile erfolgen. (3. Grad, Orientierung, Stilfindung)

Da beim dritten Grad bereits eine Beliebigkeit der Begebenheiten unterbunden wird, erfährt man dort schon eine Gewissheit. Das gestaltete Produkt besitzt die Eigenschaft, dass seine beliebigen Anteile minimiert worden sind.

Es erscheint folgerichtig zu sein, dass sich die Kenntnisse eines Menschen bei solchen Werken festigen, die eindeutig von ihrer Art sind.